Kutschenbau Florian Staudner - Telefon +43 664 5848728

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Kutschenbau / Die Entstehung

Bevor ein Luxuswagen neu gebaut wird, muss, wie früher auch, eine Planzeichnung angefertigt werden. Es sei denn, es handelt sich um ein landwirtschaftliches Fuhrwerk, dies wurde früher im allgemeinen frei nach der Erfahrung und Überlieferung gebaut.

Der Wagenkasten wird nach wie vor aus Massivholz gefertigt. Die dazu nötige Werkzeichnung, eine spezifisch für den Wagenbau ausgerichtete Methode wird 1:1 gezeichnet. Man kann sich daher vorstellen wie groß so ein Zeichenbrett sein muss. Dieser Zeichenvorgang ist das eigentliche Herz des klassischen Luxuswagenbaues. So weisen doch die einzelnen Wagenkästen meist sphärische Wölbungen auf, der Schnitt durch solcher Art ist kompliziert.

 

Um am Zeichenpapier Platz zu sparen, wird nicht selben übereinander gezeichnet, was den nicht kundigen Betrachter leicht den Überblick verlieren lässt. Der „handwerkliche“ Höhepunkt in der Kunst des Planzeichnens wurde bei den ersten Holz-Automobilkarosserien vor allem der Luxusklasse erreicht.

Die Eisenteile des Wagens werden bei uns in einer richtigen traditionellen Schmiedewerkstatt gefertigt. Da entstehen die Achsen, Federn, Drehgestelle, Schlösser, Türgriffe, Sonderschrauben und Muttern.

Das Kutschenlackieren, früher ein eigener Berufszweig, ist längst vom Autolackieren verdrängt. Eine Kutsche klassischer Bauweise wird mit der Hand pinsellackiert und nicht etwa mittels Spritzpistole.

 

So wird hier teilweise noch in alten Materialen wie Firnis, Öl- und Staubfarben gearbeitet. Den letzten optischen Pfiff bekommt die Lackierung mit der sogenannten Beschneidung und nennt man die Zierlinien auf den Rädern auf dem Wagenkasten und auf den geschmiedeten Eisenteilen. Dies geschieht mittels eines speziellen Pinsels, den man Schlepper nennt.

An den Türen oder Seitentafeln einer hochstehenden Kutsche wurde nicht selten ein Wappen oder zumindest ein Monogramm gemalt. Prunk, Bequemlichkeit und Stil ist an der Innenausstattung eines gedeckten Wagens wohl am deutlichsten sichtbar. Mit etwas Glück kommt man bei einem Besuch in meiner Werkstatt gerade bei den letzten Arbeiten der Innenausstattung zur rechten Zeit.

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